30.04.2012 - 30.04.2011
Heute, vor genau einem Jahr haben wir uns auf den Weg gemacht.
Von Gänserndorf nach Santiago de Compostela. Das klang mehr nach einem Traum, als nach einem tatsächlich erreichbaren Ziel.
Wir wurden belächelt.
Wir wurden bewundert.
Manche sagten uns, dass das unmöglich sei.
Viele haben an uns geglaubt und uns unterstützt.
Wir hatten Hunger.
Und wir hatten unglaublichen Durst.
Wir waren oft müde.
Wir haben jeden Tag gehofft, irgendwo ein Dach über dem Kopf zu bekommen.
Wir sind durch strömenden Regen gewatet.
Wir hatten Angst, dass die Sonne uns austrocknet.
Wir haben Schnee gesehen und Nebel.
Wir sind durch Graupel und Hagel gegangen.
Wir haben Moore und Sümpfe hinter uns gelassen
und wir haben Berge erklommen.
Durch Flüsse sind wir gewatet und durch Steppen gegangen.
Wir haben gelacht.
Wir haben geweint.
Wir haben uns gefreut, wie noch nie.
Wir dachten, wir schaffen es nicht.
Und wir hatten Schmerzen.
Von der Last auf unseren Schultern
und von den Problemen, die jeder selbst zu tragen hatte.
Wir haben herzensgute Menschen getroffen und solche, die wir nicht verstanden haben.
Wir durften Gastfreundschaft erleben, wie man sie heute fast nicht mehr kennt.
Wir durften ein Teil von Familien sein, die wir noch nie zuvor gesehen haben.
Wir wurden von einigen wie die eigenen Kinder behandelt.
Von anderen wurden wir wie Aussätzige angesehen.
Wir waren Pilger.
Wir waren Wanderer.
Wir waren Hilfe suchende.
Wir waren Traumtänzer.
Wir waren manchmal wie der Wind.
Wir haben Dinger erleben dürfen, die für andere unerreichbar bleiben.
Wir hatten Angst.
Angst, uns selbst zu erkennen.
Angst davor wir zu sein und uns anderen zu zeigen.
Angst davor zu scheitern.
Angst vor der Fremde
und Angst vor Vertrautem.
Und vor allem hatten wir Angst davor anzukommen.
Wir sind angekommen.
Nach 137 Tagen Pilgerschaft und allen Höhen und Tiefen, die man sich nur vorstellen kann.
Nicht nur in Santiago sind wir angekommen.
Auch das Ende der Welt haben wir gesehen.
Bis ans Ende der Welt sind wir gegangen. Zusammen. Gemeinsam.
Und es war gut so.
Und trotzdem bleibt ein Gefühl, dass man nicht angekommen ist, dass man immer auf der Reise ist, auf einem großen Weg, der niemals endet.
Montag, 30. April 2012
Sonntag, 18. September 2011
Tag 137.
Wir sitzen wieder in Santiago, vor zwei Stunden sind wir mit dem Bus von Muxía hier angekommen.
Die letzten drei Tage waren noch einmal sehr hart. Das Gehen war anstrengend, aber die Mühen haben sich gelohnt.
Vorgestern haben wir den Sonnenuntergang am Ende der Welt, am Kap Finisterra, genossen.
Leider war das Vergnügen ein wenig durch die "netten" Menschen getrübt, die gemeint haben, ihre Synthetik-Wäsche dort verbrennen zu müssen.
Liebe Leute: Das Kap ist KEINE Müllverbrennungsanlage und auch KEINE Sondermüllsammelstelle.
In Rücksicht auf die Natur und auf die anderen Menschen dort, die das Ambiente genieszen wollen: Bitte verbrennt Eure Kleidung NICHT sondert entsorgt sie sinnvoll...
In Muxía durften wir noch nach den letzten 31 Kilometern den Abend auf den Felsen in der Brandung genieszen. Es war wunderschön. :)
Wir haben die Gebete, die wir in Le Puy mitgenommen und in Santiago vorgebracht haben, verbrannt (natürlich aus Papier und das war dann auch gleich weg und hat nicht gekokelt und gestunken :P) und haben unsere Füsze im kalten Atlantik gebadet.
Unser Zug in Richtung Heimat geht um 13.55.
Wir waren noch Frühstücken und ein bisschen shoppen und jetzt warten wir nur noch auf die Rückfahrt.
Das war es also, das "Abenteuer" Jakobsweg.
Wir melden uns noch einmal von zu Hause aus, um ein bisschen Résumé zu ziehen und alles noch einmal aufzuarbeiten.
Danke, dass Ihr bis jetzt unsere Reise verfolgt habt :)
Ultreïa.
Nach dem Weg ist vor dem Weg? Mal sehen...
Bis in Bälde :)
J&J
Wir sitzen wieder in Santiago, vor zwei Stunden sind wir mit dem Bus von Muxía hier angekommen.
Die letzten drei Tage waren noch einmal sehr hart. Das Gehen war anstrengend, aber die Mühen haben sich gelohnt.
Vorgestern haben wir den Sonnenuntergang am Ende der Welt, am Kap Finisterra, genossen.
Leider war das Vergnügen ein wenig durch die "netten" Menschen getrübt, die gemeint haben, ihre Synthetik-Wäsche dort verbrennen zu müssen.
Liebe Leute: Das Kap ist KEINE Müllverbrennungsanlage und auch KEINE Sondermüllsammelstelle.
In Rücksicht auf die Natur und auf die anderen Menschen dort, die das Ambiente genieszen wollen: Bitte verbrennt Eure Kleidung NICHT sondert entsorgt sie sinnvoll...
In Muxía durften wir noch nach den letzten 31 Kilometern den Abend auf den Felsen in der Brandung genieszen. Es war wunderschön. :)
Wir haben die Gebete, die wir in Le Puy mitgenommen und in Santiago vorgebracht haben, verbrannt (natürlich aus Papier und das war dann auch gleich weg und hat nicht gekokelt und gestunken :P) und haben unsere Füsze im kalten Atlantik gebadet.
Unser Zug in Richtung Heimat geht um 13.55.
Wir waren noch Frühstücken und ein bisschen shoppen und jetzt warten wir nur noch auf die Rückfahrt.
Das war es also, das "Abenteuer" Jakobsweg.
Wir melden uns noch einmal von zu Hause aus, um ein bisschen Résumé zu ziehen und alles noch einmal aufzuarbeiten.
Danke, dass Ihr bis jetzt unsere Reise verfolgt habt :)
Ultreïa.
Nach dem Weg ist vor dem Weg? Mal sehen...
Bis in Bälde :)
J&J
Mittwoch, 14. September 2011
Tag 133.
Nach einer nicht ganz so langen Nacht sind wir heute bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Finisterra aufgebrochen.
Problem Nummero 1: finde in Santiago ein Cafe oder eine Bar, die um 8 Uhr geöffnet hat und auch noch etwas Essbares anbietet.
Nach ein bisschen Suchen ist uns das zumindest gelungen.
Problem Nummero 2: finde einen Briefkasten in Santiago.
Aber nach ca. 10 minütigem Marsch hat sich auch das erledigt, also auf ans Ende der Welt und weg von diesen vielen Menschen!
Es war recht warm und der Weg wunderschön. Endlich wieder alleine :)
In einem Cafe haben wir die vier Österreicher aus Bad Vöslau wiedergetroffen, die wir gestern im Pilgerbüro kennengelernt haben.
Erkenntnis des heutigen Tages: mit einem Damenspitz nach einem großen Radler geht die Jacky sehr schnell den Berg hinauf :)
Jimmy will mir in Zukunft während des Gehens keinen Radler mehr gönnen :( Also bitte: ein Aufruf an alle, die mich lieb haben: HALTET IHN AUF!!! :D
Nach 22 Kilometern sind wir also jetzt in Negreira in einer privaten Albergue. Privat (und somit auch teurer, heißt 12€/Person, aber mit Bettzeug und Handtuch (wahhhhhhhh da beginnen Pilger wie wir fast zum Heulen, wenn wir sowas bekommen :´) )), weil wir Wäsche waschen (mit einer Waschmaschine) und kochen wollen und in der günstigen Albergue um 5€ weder das eine noch das andere möglich ist.
Morgen gehen wir dann nach Olveiroa und dann übermorgen nach Finisterra.
Und dann sind wir ja eigentlich schon wieder daheim.
Meine Kamera funktioniert zum Glück noch brav, auch wenn sich das Objektiv nicht mehr ganz schließen lässt.
Noch was?
Ach ja, danke für die vielen Glückwünsche :)
Wir gehen davon aus, dass wir mit Champagner und großer Party in Gänserndorf von Euch erwartet werden und Ihr uns zu Füßen liegen werdet, in Anbetracht unserer immensen Leistung... muahaha.
*räusper*, so genug Blödsinn geredet. Vielleicht doch kein Bier mehr für mich...
Euch allen noch einen schönen Nachmittag bzw. Abend und wir melden uns bald wieder :)
LieGrü
J&J
(heute mal wieder mit deutscher Tastatur...)
Nach einer nicht ganz so langen Nacht sind wir heute bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Finisterra aufgebrochen.
Problem Nummero 1: finde in Santiago ein Cafe oder eine Bar, die um 8 Uhr geöffnet hat und auch noch etwas Essbares anbietet.
Nach ein bisschen Suchen ist uns das zumindest gelungen.
Problem Nummero 2: finde einen Briefkasten in Santiago.
Aber nach ca. 10 minütigem Marsch hat sich auch das erledigt, also auf ans Ende der Welt und weg von diesen vielen Menschen!
Es war recht warm und der Weg wunderschön. Endlich wieder alleine :)
In einem Cafe haben wir die vier Österreicher aus Bad Vöslau wiedergetroffen, die wir gestern im Pilgerbüro kennengelernt haben.
Erkenntnis des heutigen Tages: mit einem Damenspitz nach einem großen Radler geht die Jacky sehr schnell den Berg hinauf :)
Jimmy will mir in Zukunft während des Gehens keinen Radler mehr gönnen :( Also bitte: ein Aufruf an alle, die mich lieb haben: HALTET IHN AUF!!! :D
Nach 22 Kilometern sind wir also jetzt in Negreira in einer privaten Albergue. Privat (und somit auch teurer, heißt 12€/Person, aber mit Bettzeug und Handtuch (wahhhhhhhh da beginnen Pilger wie wir fast zum Heulen, wenn wir sowas bekommen :´) )), weil wir Wäsche waschen (mit einer Waschmaschine) und kochen wollen und in der günstigen Albergue um 5€ weder das eine noch das andere möglich ist.
Morgen gehen wir dann nach Olveiroa und dann übermorgen nach Finisterra.
Und dann sind wir ja eigentlich schon wieder daheim.
Meine Kamera funktioniert zum Glück noch brav, auch wenn sich das Objektiv nicht mehr ganz schließen lässt.
Noch was?
Ach ja, danke für die vielen Glückwünsche :)
Wir gehen davon aus, dass wir mit Champagner und großer Party in Gänserndorf von Euch erwartet werden und Ihr uns zu Füßen liegen werdet, in Anbetracht unserer immensen Leistung... muahaha.
*räusper*, so genug Blödsinn geredet. Vielleicht doch kein Bier mehr für mich...
Euch allen noch einen schönen Nachmittag bzw. Abend und wir melden uns bald wieder :)
LieGrü
J&J
(heute mal wieder mit deutscher Tastatur...)
Dienstag, 13. September 2011
Tag 132.
Heute um 09:30 haben wir den Platzt vor der Kathedrale in Santiago erreicht.
Mit gemischten Gefühlen.
Die Stadt war noch recht leer, wenige Pilger und Touristen unterwegs und alle Cafés geschlossen oder ohne Essen.
Wir waren dann im Pilgerbüro um uns unsere "Compostela" ausstellen zu lassen, die Urkunde, die bezeugt, dass wir den Weg zu Fusz zurückgelegt haben.
Der Mitarbeiter war von unserem Pilgerpass (der ja aus 6 Pilgerpässen besteht) und von unserem Weg so begeistert, dass er mit unserem gut 3 Meter langem Dokument durch das Büro gewandert ist um es den anderen zu zeigen...
Jetzt haben wir also den offiziellen Wisch für unsere Klowand ;)
Aus der Pilgermesse um 12 Uhr sind wir dann vorzeitig geflüchtet.
Diese riesige Kathedrale war gestopft voll, Touristengruppen haben sich aneinander gedrängt, die Schlange an der Statue des Heiligen Jakobus elends lang.
Es war furchtbar und kein würdiger Abschluss für diese Reise :(
Deswegen haben wir uns auf die Suche nach einer passenden (und möglichst günstigen) Unterkunft gemacht. Ist ja nicht ganz so einfach, hier in der Touri-Hochburg.
Und plötzlich läuft uns eine kleine alte Spanierin vor der Touristen-Info fast über den Haufen und teilt uns mit wilden Gesten mit, dass, wenn wir ein Zimmer suchen, mit ihr mitkommen sollen.
Tja und jetzt haben wir ein Zimmer um 25€. Über die Touri-Info hätten wir das glaub ich nie gefunden. :) Ein Zeichen, dass es richtig war, die Messe zu verlassen?
Nach Essenssuche und Bahnhofsbesuch zwecks Ticketkauf für unsere Heimfahrt am 18. haben wir uns noch einmal in die Kathedrale begeben um in aller Ruhe dem Heiligen gegenüberzutreten.
Und jetzt überlegen wir, wo wir was essen.
Die Infos für den Weg, den wir die nächsten vier Tage noch nach Finisterra (also das Ende der Welt) und Muxía gehen werden, geholt und jetzt diesen Blogeintrag verfasst.
Danke für die viele Unterstützung, die wir von Euch daheim bekommen haben.
Danke an diejenigen, die an uns geglaubt haben. Wir waren uns ja bis zum Schluss selbst nicht sicher, ob wir es schaffen werden.
Und ja, wir haben uns noch immer lieb, können uns noch immer in die Augen schauen und miteinander reden. Und das nach 3300 Kilometern und 4,5 Monaten, die wir gemeinsam verbracht haben :)
Aber: der Weg ist das Ziel.
Also: Ultreïa y suseïa.
Weiter an das Ende der Welt :)
J&J
Heute um 09:30 haben wir den Platzt vor der Kathedrale in Santiago erreicht.
Mit gemischten Gefühlen.
Die Stadt war noch recht leer, wenige Pilger und Touristen unterwegs und alle Cafés geschlossen oder ohne Essen.
Wir waren dann im Pilgerbüro um uns unsere "Compostela" ausstellen zu lassen, die Urkunde, die bezeugt, dass wir den Weg zu Fusz zurückgelegt haben.
Der Mitarbeiter war von unserem Pilgerpass (der ja aus 6 Pilgerpässen besteht) und von unserem Weg so begeistert, dass er mit unserem gut 3 Meter langem Dokument durch das Büro gewandert ist um es den anderen zu zeigen...
Jetzt haben wir also den offiziellen Wisch für unsere Klowand ;)
Aus der Pilgermesse um 12 Uhr sind wir dann vorzeitig geflüchtet.
Diese riesige Kathedrale war gestopft voll, Touristengruppen haben sich aneinander gedrängt, die Schlange an der Statue des Heiligen Jakobus elends lang.
Es war furchtbar und kein würdiger Abschluss für diese Reise :(
Deswegen haben wir uns auf die Suche nach einer passenden (und möglichst günstigen) Unterkunft gemacht. Ist ja nicht ganz so einfach, hier in der Touri-Hochburg.
Und plötzlich läuft uns eine kleine alte Spanierin vor der Touristen-Info fast über den Haufen und teilt uns mit wilden Gesten mit, dass, wenn wir ein Zimmer suchen, mit ihr mitkommen sollen.
Tja und jetzt haben wir ein Zimmer um 25€. Über die Touri-Info hätten wir das glaub ich nie gefunden. :) Ein Zeichen, dass es richtig war, die Messe zu verlassen?
Nach Essenssuche und Bahnhofsbesuch zwecks Ticketkauf für unsere Heimfahrt am 18. haben wir uns noch einmal in die Kathedrale begeben um in aller Ruhe dem Heiligen gegenüberzutreten.
Und jetzt überlegen wir, wo wir was essen.
Die Infos für den Weg, den wir die nächsten vier Tage noch nach Finisterra (also das Ende der Welt) und Muxía gehen werden, geholt und jetzt diesen Blogeintrag verfasst.
Danke für die viele Unterstützung, die wir von Euch daheim bekommen haben.
Danke an diejenigen, die an uns geglaubt haben. Wir waren uns ja bis zum Schluss selbst nicht sicher, ob wir es schaffen werden.
Und ja, wir haben uns noch immer lieb, können uns noch immer in die Augen schauen und miteinander reden. Und das nach 3300 Kilometern und 4,5 Monaten, die wir gemeinsam verbracht haben :)
Aber: der Weg ist das Ziel.
Also: Ultreïa y suseïa.
Weiter an das Ende der Welt :)
J&J
Montag, 12. September 2011
Tag 131.
Wir sind in Monte do Gozo, 5 Kilometer von der Kathedrale in Santiago entfernt, auf die wir heute schon von dem Hügel, auf dem wir uns befinden, einen Blick werfen konnten.
Wie die Pilger im Mittelalter schlafen wir heute hier, auf dem letzten Hügel vor Santiago. Früher haben sie sich hier gewaschen (war damals ja doch nicht üblich ;) ) und ja, das haben wir heute auch schon erledigt.
Aber auch in der Messe waren wir, insgesamt 7 Pilger und zwei Einheimische, und haben noch ein letztes Mal den Pilgersegen empfangen. Vom Pfarrer in Gänserndorf haben wir ihn das erste Mal am 30. April empfangen.
Unglaublich. Morgen sind wir also da.
So nervig und fuchtbar wir auch vieles empfunden haben, so war der erste Blick auf Santiago heute Nachmittag doch mit Wehmut verbunden.
Mittlerweile beschäftigen uns schon wieder die Probleme, die wir daheim haben werden.
Aber erst einmal ankommen.
J&J
... und noch 5 Kilometer nach Santiago.
Wir sind in Monte do Gozo, 5 Kilometer von der Kathedrale in Santiago entfernt, auf die wir heute schon von dem Hügel, auf dem wir uns befinden, einen Blick werfen konnten.
Wie die Pilger im Mittelalter schlafen wir heute hier, auf dem letzten Hügel vor Santiago. Früher haben sie sich hier gewaschen (war damals ja doch nicht üblich ;) ) und ja, das haben wir heute auch schon erledigt.
Aber auch in der Messe waren wir, insgesamt 7 Pilger und zwei Einheimische, und haben noch ein letztes Mal den Pilgersegen empfangen. Vom Pfarrer in Gänserndorf haben wir ihn das erste Mal am 30. April empfangen.
Unglaublich. Morgen sind wir also da.
So nervig und fuchtbar wir auch vieles empfunden haben, so war der erste Blick auf Santiago heute Nachmittag doch mit Wehmut verbunden.
Mittlerweile beschäftigen uns schon wieder die Probleme, die wir daheim haben werden.
Aber erst einmal ankommen.
J&J
... und noch 5 Kilometer nach Santiago.
Samstag, 10. September 2011
Tag 129.
Ribadiso. Wir sind eigentlich nur noch 2 Tage von unserem Ziel entfernt.
Um die 3260 Kilometer haben wir in den letzten 4,5 Monaten zurückgelegt. Und jetzt sind wir fast an unserem Ziel angekommen.
In den letzten Tagen seit Sarria sind unheimlich viele Touristen (von uns "liebevoll" PSM genannt = Peregrinos sin mochila, also: Pilger ohne Rucksack).
Das sind Menschen, die hier die letzten 100 Kilometer zu Fusz gehen (oder auch nicht) um in Santiago die "Compostela" zu erhalten. Das ist die Urkunde, die bezeugt, dass man zu Fusz oder mit dem Rad nach Santiago gepilgert ist. Und damit man die bekommt muss man als Fuszpilger die letzten 100 Kilometer gehen.
Da sind also riesige Gruppen von Engländern oder Franzosen oder Spaniern unterwegs, die laut gackernd, mit ihren 5-Liter-Tagesrucksäcken den Weg entlangmarschieren, zu fünft nebeneinander und alles niedermähen, was ihnen in den Weg kommt. Eine überdimensionale Jakobsmuschel wird ,meist deutlich sichtbar für alle anderen, um den Hals oder an dem Minirucksack getragen und der Pilgerausweis in einem Plastiketui ebenda transportiert.
Das ist er also: der Pilger.
Wir sind also anscheinend keine Jakobspilger. Wir haben nämlich keine Merchandise-Artikel des Weges an uns herumbaumeln und mit Rucksack und groszen Pilgerstab kommt man sich auch direkt komisch neben all den richtigen Pilgern vor...
Das also unsere Probleme des Weges.
Aber nur noch 39 Kilometer, dann haben wir es geschafft.
Den meisten "Pilgern" werden wir die nächsten Tage aus dem Weg gehen, da sie andere Etappen gehen als wir.
Liebe Grüsze an Euch,
wir sehen uns jetzt wirklich bald wieder :)
J&J
... und noch 3 Tage bis Santiago...
Ribadiso. Wir sind eigentlich nur noch 2 Tage von unserem Ziel entfernt.
Um die 3260 Kilometer haben wir in den letzten 4,5 Monaten zurückgelegt. Und jetzt sind wir fast an unserem Ziel angekommen.
In den letzten Tagen seit Sarria sind unheimlich viele Touristen (von uns "liebevoll" PSM genannt = Peregrinos sin mochila, also: Pilger ohne Rucksack).
Das sind Menschen, die hier die letzten 100 Kilometer zu Fusz gehen (oder auch nicht) um in Santiago die "Compostela" zu erhalten. Das ist die Urkunde, die bezeugt, dass man zu Fusz oder mit dem Rad nach Santiago gepilgert ist. Und damit man die bekommt muss man als Fuszpilger die letzten 100 Kilometer gehen.
Da sind also riesige Gruppen von Engländern oder Franzosen oder Spaniern unterwegs, die laut gackernd, mit ihren 5-Liter-Tagesrucksäcken den Weg entlangmarschieren, zu fünft nebeneinander und alles niedermähen, was ihnen in den Weg kommt. Eine überdimensionale Jakobsmuschel wird ,meist deutlich sichtbar für alle anderen, um den Hals oder an dem Minirucksack getragen und der Pilgerausweis in einem Plastiketui ebenda transportiert.
Das ist er also: der Pilger.
Wir sind also anscheinend keine Jakobspilger. Wir haben nämlich keine Merchandise-Artikel des Weges an uns herumbaumeln und mit Rucksack und groszen Pilgerstab kommt man sich auch direkt komisch neben all den richtigen Pilgern vor...
Das also unsere Probleme des Weges.
Aber nur noch 39 Kilometer, dann haben wir es geschafft.
Den meisten "Pilgern" werden wir die nächsten Tage aus dem Weg gehen, da sie andere Etappen gehen als wir.
Liebe Grüsze an Euch,
wir sehen uns jetzt wirklich bald wieder :)
J&J
... und noch 3 Tage bis Santiago...
Mittwoch, 7. September 2011
... Tag 126...
und wir melden uns aus Sarria.
Eigentlich wollten wir ja heute noch 5 Kilometer weiter gehen, aber als wir in Sarria in einer Bar gesessen sind und unser Bocadillo mit Tortilla de Patata gegessen haben, dazu natürlich unser zwei Cervecas con Limon getrunken, hat es mich einfach nicht gefreut weiter zu gehen und deshalb sind wir hier geblieben.
Wir genieszen den Luxus eines Gartens und einer Herberge in einem uralten Haus. Das Dachgeschosz ist... urig :) Ob ein Statiker heute noch die Baumstämme und Äste als Tram und Dachträger durchgehen lassen würde, ist fraglich, aber der eingerichtete Salon ist grandios. Am Liebsten würde ich ja die Möbel mitgehen lassen... Aber wer trägt die für mich? ;(
Wir sind heute leider auch viel zu spät gestartet... erst um halb 9. Weil wir nämlich aktuell das Glück haben in Spätaufsteher-Zimmer zu kommen :)
Und ein paar "Dörfer" (falls es denn welche waren) sind hier ziemlich gruselig.
Sie bestehen nur aus ein paar Häusern, von denen ein oder zwei noch bewohnt sind, die Straszen sind nicht befestig und der Misthaufen ist direkt vor der Haustüre. Wenn man den Mist dort hinbringen will, muss man erst durch Kuhmist gehen.
Irgendwie ist das ja unheimlich idyllisch, auszer den 2 Bewohnern (und den hunderten Pilgern) ist da ja niemand, aber ob das wirklich ein schönes Leben ist, so weit weg von allem? Wahrscheinlich schon, auch wenn das für mich nix wär...
Na gut, soweit heute von uns.
Liebste Grüsze von den heute nicht ganz so viel nörgelnden
J&J
... und noch 6 Tage bis Santiago...
und wir melden uns aus Sarria.
Eigentlich wollten wir ja heute noch 5 Kilometer weiter gehen, aber als wir in Sarria in einer Bar gesessen sind und unser Bocadillo mit Tortilla de Patata gegessen haben, dazu natürlich unser zwei Cervecas con Limon getrunken, hat es mich einfach nicht gefreut weiter zu gehen und deshalb sind wir hier geblieben.
Wir genieszen den Luxus eines Gartens und einer Herberge in einem uralten Haus. Das Dachgeschosz ist... urig :) Ob ein Statiker heute noch die Baumstämme und Äste als Tram und Dachträger durchgehen lassen würde, ist fraglich, aber der eingerichtete Salon ist grandios. Am Liebsten würde ich ja die Möbel mitgehen lassen... Aber wer trägt die für mich? ;(
Wir sind heute leider auch viel zu spät gestartet... erst um halb 9. Weil wir nämlich aktuell das Glück haben in Spätaufsteher-Zimmer zu kommen :)
Und ein paar "Dörfer" (falls es denn welche waren) sind hier ziemlich gruselig.
Sie bestehen nur aus ein paar Häusern, von denen ein oder zwei noch bewohnt sind, die Straszen sind nicht befestig und der Misthaufen ist direkt vor der Haustüre. Wenn man den Mist dort hinbringen will, muss man erst durch Kuhmist gehen.
Irgendwie ist das ja unheimlich idyllisch, auszer den 2 Bewohnern (und den hunderten Pilgern) ist da ja niemand, aber ob das wirklich ein schönes Leben ist, so weit weg von allem? Wahrscheinlich schon, auch wenn das für mich nix wär...
Na gut, soweit heute von uns.
Liebste Grüsze von den heute nicht ganz so viel nörgelnden
J&J
... und noch 6 Tage bis Santiago...
Dienstag, 6. September 2011
Tag 125.
...und es geht weiter, immer weiter.
Die letzten Tage hatten wir Probleme mit dem Internet, deswegen keine Posts.
Und ein groszes Danke an unsere Freunde, Bekannten und Kollegen daheim, die sich immer wieder bei uns melden :) Das hilft uns hier doch, auch bei den zum Teil nicht ganz so schönen Momenten, die letzten 130 Kilometer noch weiterzugehen...
Gestern sind wir allen Ernstes über die Galizische Grenze gegangen. Da war er also, der Kilometerstein 152.5.
Und dann waren wir in O Cebreiro, das vollgestopft war mit englischen und französischen Bustouristen vollgestopft, das Merchandising zur Vollendung gebracht... Wunderbar...
Wir freuen uns wirklich schon auf daheim, auch, wenn wir viel Angst davor haben, wie es uns da gehen wird.
Aber am 22. September wird uns Gänserndorf wahrscheinlich wieder haben... Falls es wahr ist und wir das Rescue Me besuchen wollen ;)
Übrigens an dieser Stelle: GRATULATION, Mamsch, zu 2 Wochen rauchfrei :) Wir sind stolz auf Dich! :))
So und jetzt wieder zu uns.
Wir werden die letzten 6 verbleibenden Tage in aller Ruhe noch genieszen und nicht mehr als 24 Kilometer gehen.
Heute sind wir nach 22 Kilometern in Triacastela angekommen und morgen werden wir entweder nach Sarria oder Barbadelos gehen, mal sehen, wie es uns gefällt.
Und auf dem Weg gibt es aktuell kein Bettwanzenproblem, sondern eine Floh-Seuche. Gestern haben wir sie wieder erwischt und sie gehen dieses Mal auf mich :/
Aber auch das werden wir überleben...
Heute ist die ganze Wäsche gewaschen worden und hoffentlich sind wir die lieben Viecher wieder los...
Liebe Grüsze noch an alle :)
J&J
...und es geht weiter, immer weiter.
Die letzten Tage hatten wir Probleme mit dem Internet, deswegen keine Posts.
Und ein groszes Danke an unsere Freunde, Bekannten und Kollegen daheim, die sich immer wieder bei uns melden :) Das hilft uns hier doch, auch bei den zum Teil nicht ganz so schönen Momenten, die letzten 130 Kilometer noch weiterzugehen...
Gestern sind wir allen Ernstes über die Galizische Grenze gegangen. Da war er also, der Kilometerstein 152.5.
Und dann waren wir in O Cebreiro, das vollgestopft war mit englischen und französischen Bustouristen vollgestopft, das Merchandising zur Vollendung gebracht... Wunderbar...
Wir freuen uns wirklich schon auf daheim, auch, wenn wir viel Angst davor haben, wie es uns da gehen wird.
Aber am 22. September wird uns Gänserndorf wahrscheinlich wieder haben... Falls es wahr ist und wir das Rescue Me besuchen wollen ;)
Übrigens an dieser Stelle: GRATULATION, Mamsch, zu 2 Wochen rauchfrei :) Wir sind stolz auf Dich! :))
So und jetzt wieder zu uns.
Wir werden die letzten 6 verbleibenden Tage in aller Ruhe noch genieszen und nicht mehr als 24 Kilometer gehen.
Heute sind wir nach 22 Kilometern in Triacastela angekommen und morgen werden wir entweder nach Sarria oder Barbadelos gehen, mal sehen, wie es uns gefällt.
Und auf dem Weg gibt es aktuell kein Bettwanzenproblem, sondern eine Floh-Seuche. Gestern haben wir sie wieder erwischt und sie gehen dieses Mal auf mich :/
Aber auch das werden wir überleben...
Heute ist die ganze Wäsche gewaschen worden und hoffentlich sind wir die lieben Viecher wieder los...
Liebe Grüsze noch an alle :)
J&J
Samstag, 3. September 2011
Tag 122.
Heute ein "Hallo" aus Ponferrada.
Eigentlich hätten wir ja um einiges weiter gehen wollen, aber ich war so fertig und müde, dass wir nach nur 17 KM hier aufgehört haben und das, obwohl das Wetter so gut war :/ Morgen haben wir wahrscheinlich wieder eine Schweinehitze... aber was solls...
Jimmy hat gestern in der Herberge zufällig einen Flyer von einem italienischen Restaurant hier in Ponferrade gefunden, das Pilgermenüs anbietet. Vor Ort sieht man davon nix, man muss extra fragen gehen.
Und dank meinem Mann haben wir heute zu Mittage megalecker Menü gegessen. Und der Kellner hat Trinkgeld bekommen, obwohl er kein einziges Mal gegrinst hat :9
Die "Pilger" (so es denn welche sind), benehmen sich hier wie die wilden Tiere.
Unsere Herberge hat 180 (!!!) Betten, wir waren vielleicht 15 Leute und die haben sich wie die irren um die Plätze angestellt... Naja, wers braucht...
Wir melden uns wieder.
Hoffentlich mit erfreulicheren Nachrichten von den Mitmenschen ;)
LieGrü
J&J
PS: Danke übrigens Lene, für die Erinnerung an frische, gut riechende Unterwäsche. Schön langsam vermisse ich die nämlich wirklich ;)
Österreich, bald hast du uns wieder...
Also noch 10 Tage nach Santiago...
Heute ein "Hallo" aus Ponferrada.
Eigentlich hätten wir ja um einiges weiter gehen wollen, aber ich war so fertig und müde, dass wir nach nur 17 KM hier aufgehört haben und das, obwohl das Wetter so gut war :/ Morgen haben wir wahrscheinlich wieder eine Schweinehitze... aber was solls...
Jimmy hat gestern in der Herberge zufällig einen Flyer von einem italienischen Restaurant hier in Ponferrade gefunden, das Pilgermenüs anbietet. Vor Ort sieht man davon nix, man muss extra fragen gehen.
Und dank meinem Mann haben wir heute zu Mittage megalecker Menü gegessen. Und der Kellner hat Trinkgeld bekommen, obwohl er kein einziges Mal gegrinst hat :9
Die "Pilger" (so es denn welche sind), benehmen sich hier wie die wilden Tiere.
Unsere Herberge hat 180 (!!!) Betten, wir waren vielleicht 15 Leute und die haben sich wie die irren um die Plätze angestellt... Naja, wers braucht...
Wir melden uns wieder.
Hoffentlich mit erfreulicheren Nachrichten von den Mitmenschen ;)
LieGrü
J&J
PS: Danke übrigens Lene, für die Erinnerung an frische, gut riechende Unterwäsche. Schön langsam vermisse ich die nämlich wirklich ;)
Österreich, bald hast du uns wieder...
Also noch 10 Tage nach Santiago...
Freitag, 2. September 2011
Tag 121.
Gestern sind wir fast den ganzen Tag durch den Regen gegangen und trotzdem war es nicht angenehm :(
Nie kann es uns das Wetter recht machen... :P
Kurz vor Astorga haben wir eine unglaublich herzige Spanierin am Wegesrand getroffen, die dem Wetter zum Trotz (Windböen und starker Regen) gratis den Pilgern Getränke und kleine Imbisse ausgegeben... Warum? Weil wir alle Götter sind und sie das aus Liebe zu den Göttern macht... :)
Geschlafen haben wir dann in Santa Catalina in einer sehr schönen, modernen Herberge. Warum auch immer, sind fast alle anderen Pilger noch weiter gegangen. Wir haben die Herberge zu fünft bewohnt...
Und heute sind wir nach wechselhaftem Wetter in El Acebo angekommen.
Die Landschaft hat sich gestern Abend schlagartig geändert. Rundherum ist es wieder bergig und alles mit Wäldern bewachsen. Wir kommen also langsam in die Nähe von Galicien.
Kurz vor dem höchsten Punkt Spaniens (und dem höchsten seit dem Arlberg... :P) waren wir in der "Tempelritter-Herberge". Ich habe einen Tee getrunken und wir haben neben dem "normalen" Pilgerstempel auch eine kleine Besonderheit bekommen :) Weil wir nämlich mehr als 1000 KM zu seinem Haus gegangen sind, haben wir einen Spezialstempel bekommen :) Sehr geniale Sache, auch, wenn es nur ein Stempel ist :)
Ob wir morgen nur bis Ponferrada gehen oder weiter, entscheiden wir morgen spontan. Je nachdem, wie das Wetter mitspielt und wie es uns geht.
Also heute geht es uns gut. Wir haben uns (das erste Mal seit irgendwo in der Mitte von Frankreich) ein Doppelzimmer in der Herberge um 20€ gegönnt. Und das haben wir uns verdient, finden wir :P
Wir melden uns dann bald wieder bei Euch...
Ultreïa, immer weiter, weiter nach Santiago :)
J&J
Gestern sind wir fast den ganzen Tag durch den Regen gegangen und trotzdem war es nicht angenehm :(
Nie kann es uns das Wetter recht machen... :P
Kurz vor Astorga haben wir eine unglaublich herzige Spanierin am Wegesrand getroffen, die dem Wetter zum Trotz (Windböen und starker Regen) gratis den Pilgern Getränke und kleine Imbisse ausgegeben... Warum? Weil wir alle Götter sind und sie das aus Liebe zu den Göttern macht... :)
Geschlafen haben wir dann in Santa Catalina in einer sehr schönen, modernen Herberge. Warum auch immer, sind fast alle anderen Pilger noch weiter gegangen. Wir haben die Herberge zu fünft bewohnt...
Und heute sind wir nach wechselhaftem Wetter in El Acebo angekommen.
Die Landschaft hat sich gestern Abend schlagartig geändert. Rundherum ist es wieder bergig und alles mit Wäldern bewachsen. Wir kommen also langsam in die Nähe von Galicien.
Kurz vor dem höchsten Punkt Spaniens (und dem höchsten seit dem Arlberg... :P) waren wir in der "Tempelritter-Herberge". Ich habe einen Tee getrunken und wir haben neben dem "normalen" Pilgerstempel auch eine kleine Besonderheit bekommen :) Weil wir nämlich mehr als 1000 KM zu seinem Haus gegangen sind, haben wir einen Spezialstempel bekommen :) Sehr geniale Sache, auch, wenn es nur ein Stempel ist :)
Ob wir morgen nur bis Ponferrada gehen oder weiter, entscheiden wir morgen spontan. Je nachdem, wie das Wetter mitspielt und wie es uns geht.
Also heute geht es uns gut. Wir haben uns (das erste Mal seit irgendwo in der Mitte von Frankreich) ein Doppelzimmer in der Herberge um 20€ gegönnt. Und das haben wir uns verdient, finden wir :P
Wir melden uns dann bald wieder bei Euch...
Ultreïa, immer weiter, weiter nach Santiago :)
J&J
Mittwoch, 31. August 2011
Tag 119.
Danke für die Kommentare von Lupo und Guardian :)
@Lupo: wir schauen, dass wir am Rescue me anwesend sind. Aber meiner einer sollte sich wieder in die "Zivilkluft" werfen, weil mit braunen, langen Haaren wird mich ja keiner erkennen :O
@Guardian: Ich hoffe, dass ich mich den gesellschaftlichen Zwängen nicht völlig unterwerfen muss, aber irgendwann bekomme ich doch ein Problem mit Anwesenheit auf der Uni und Arbeitszeiten, also vollkommen zwanglos ist man einfach nicht, auszer, man ist so ein Aussteiger wie der Hospitalero in Ayegui... ;)
Jetzt einmal zum heutigen Tag.
Nach viiieel Asphalt und dementsprechend beleidigten Fü_scharfS_en (Grü_scharfS_e an Markus :P) sind wir heute nach 28 Kilometern in Hospital de Orbigo gelandet und zwar in der Albergue paroissial Karl Leisner :D Toll, gell?
Momentan sind wir leicht betrunken, da wir auszer einem Kaffee, einem Bier und einer halben Flasche Rotwein nicht allzuviel getrunken haben... *hicks*
Die Kollegen daheim wissen, was wir meinen :)
Heute ist es mir/uns gut gegangen und irgendwie hab ich mich heute mit dem Gedanken abgefunden, dass bald wieder das "normale" Leben beginnt und irgendwie freue ich mich auch schon wieder darauf... Oder so. Naja, egal.
Liebe Grü_scharfS_e aus Hospital :)
J&J
Danke für die Kommentare von Lupo und Guardian :)
@Lupo: wir schauen, dass wir am Rescue me anwesend sind. Aber meiner einer sollte sich wieder in die "Zivilkluft" werfen, weil mit braunen, langen Haaren wird mich ja keiner erkennen :O
@Guardian: Ich hoffe, dass ich mich den gesellschaftlichen Zwängen nicht völlig unterwerfen muss, aber irgendwann bekomme ich doch ein Problem mit Anwesenheit auf der Uni und Arbeitszeiten, also vollkommen zwanglos ist man einfach nicht, auszer, man ist so ein Aussteiger wie der Hospitalero in Ayegui... ;)
Jetzt einmal zum heutigen Tag.
Nach viiieel Asphalt und dementsprechend beleidigten Fü_scharfS_en (Grü_scharfS_e an Markus :P) sind wir heute nach 28 Kilometern in Hospital de Orbigo gelandet und zwar in der Albergue paroissial Karl Leisner :D Toll, gell?
Momentan sind wir leicht betrunken, da wir auszer einem Kaffee, einem Bier und einer halben Flasche Rotwein nicht allzuviel getrunken haben... *hicks*
Die Kollegen daheim wissen, was wir meinen :)
Heute ist es mir/uns gut gegangen und irgendwie hab ich mich heute mit dem Gedanken abgefunden, dass bald wieder das "normale" Leben beginnt und irgendwie freue ich mich auch schon wieder darauf... Oder so. Naja, egal.
Liebe Grü_scharfS_e aus Hospital :)
J&J
Dienstag, 30. August 2011
Tag 118.
Genau vor 4 Monaten sind wir in Gänserndorf an einem warmen, sonnigen Tag gestartet. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist.
Heute sind wir in León gelandet, ca. 300 Kilometer vor Santiago und das Ende dieser Reise rückt unaufhörlich immer näher.
Während sich die anderen Pilger über die bereits geschaffte Hälfte ihrer "Pilgerschaft" freuen, werde ich Tag für Tag nachdenklicher, da wir bereits über 90% unseres Weges hinter uns gelassen haben.
Ich will ja wirklich nicht schwarz malen, aber irgendwie macht mich das alles doch ziemlich fertig.
Bis Saint Jean-Pied-de-Port war Santiago noch so weit weg von uns und jetzt sollen wir in 13 oder 14 Tagen schon da sein.
Die letzten Wochen sind einfach so schnell verflogen, dass ich gar nicht damit nachkomme, die Eindrücke und Geschehnisse richtig zu verarbeiten.
Vielleicht liegt das auch an der Routine, die wir mittlerweile haben.
Jeden Tag aufstehen, gehen, essen, gehen, schlafen. Sonst nichts.
Einerseits wollen wir einfacht nicht mehr gehen, sondern endlich ankommen, weil wir schon so lange auf dem Weg sind. Für die meisten auf dem Weg sind gerade einmal die ersten zwei Wochen um. In welcher Woche wir uns befinden wissen wir gar nicht mehr.
Und ich habe Angst vor dem daheim ankommen. Was erwartet mich/uns dort?
Kann ich mich überhaupt wieder so schnell den gesellschaftlichen Normen und Regeln unterwerfen, die jetzt so lange nicht für mich gegolten haben?
Wir haben unsere verschwitzten Kleider über Tage an, wir stinken, sind dreckig. Und es interessiert keinen.
Wir starten, wann wir wollen, wir bleiben an den Orten, die uns gefallen, wenn es uns nicht gefällt, gehen wir weiter.
Wir essen, wann wir wollen, nicht, wenn es die Uhr vorschreibt.
Wir gehen, soweit wir wollen. auch, wenn wir Etappen geplant haben. Wenn wir noch weiter gehen wollen, dann machen wir eben einen Tag mit 40 Kilometern, wenn es uns nicht mehr freut, gehen wir nur 16.
Wir entscheiden, wann, wo und was wir machen. Nur wir und sonst keiner. Niemand schreibt uns vor, wann wir ankommen müssen. Niemand sieht uns schief an, weil wir abgetragene, geflickte Wäsche anhaben und dreckige Schuhe.
Aber zu Hause? Da wartet wieder das Regelwerk der Gesellschaft auf uns.
Und davor hab ich Angst.
In León waren wir heute in der Kathedrale. Da drinn war es so unglaublich schön, es kann sich niemand vorstellen.
Und jetzt nerven mich gerade die vielen Menschen in der Küche, die alle so viel Platz brauchen und wir eigentlich ein Curry, zur Feier des Tages machen wollen...
Aber auch das ist Pilgeralltag.
Vielleicht sollte ich einfach ein bisschen tolleranter werden...
Liebste Grüsze an Euch
nach diesem doch sehr persönlichen Blogeintrag...
J&J
Genau vor 4 Monaten sind wir in Gänserndorf an einem warmen, sonnigen Tag gestartet. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist.
Heute sind wir in León gelandet, ca. 300 Kilometer vor Santiago und das Ende dieser Reise rückt unaufhörlich immer näher.
Während sich die anderen Pilger über die bereits geschaffte Hälfte ihrer "Pilgerschaft" freuen, werde ich Tag für Tag nachdenklicher, da wir bereits über 90% unseres Weges hinter uns gelassen haben.
Ich will ja wirklich nicht schwarz malen, aber irgendwie macht mich das alles doch ziemlich fertig.
Bis Saint Jean-Pied-de-Port war Santiago noch so weit weg von uns und jetzt sollen wir in 13 oder 14 Tagen schon da sein.
Die letzten Wochen sind einfach so schnell verflogen, dass ich gar nicht damit nachkomme, die Eindrücke und Geschehnisse richtig zu verarbeiten.
Vielleicht liegt das auch an der Routine, die wir mittlerweile haben.
Jeden Tag aufstehen, gehen, essen, gehen, schlafen. Sonst nichts.
Einerseits wollen wir einfacht nicht mehr gehen, sondern endlich ankommen, weil wir schon so lange auf dem Weg sind. Für die meisten auf dem Weg sind gerade einmal die ersten zwei Wochen um. In welcher Woche wir uns befinden wissen wir gar nicht mehr.
Und ich habe Angst vor dem daheim ankommen. Was erwartet mich/uns dort?
Kann ich mich überhaupt wieder so schnell den gesellschaftlichen Normen und Regeln unterwerfen, die jetzt so lange nicht für mich gegolten haben?
Wir haben unsere verschwitzten Kleider über Tage an, wir stinken, sind dreckig. Und es interessiert keinen.
Wir starten, wann wir wollen, wir bleiben an den Orten, die uns gefallen, wenn es uns nicht gefällt, gehen wir weiter.
Wir essen, wann wir wollen, nicht, wenn es die Uhr vorschreibt.
Wir gehen, soweit wir wollen. auch, wenn wir Etappen geplant haben. Wenn wir noch weiter gehen wollen, dann machen wir eben einen Tag mit 40 Kilometern, wenn es uns nicht mehr freut, gehen wir nur 16.
Wir entscheiden, wann, wo und was wir machen. Nur wir und sonst keiner. Niemand schreibt uns vor, wann wir ankommen müssen. Niemand sieht uns schief an, weil wir abgetragene, geflickte Wäsche anhaben und dreckige Schuhe.
Aber zu Hause? Da wartet wieder das Regelwerk der Gesellschaft auf uns.
Und davor hab ich Angst.
In León waren wir heute in der Kathedrale. Da drinn war es so unglaublich schön, es kann sich niemand vorstellen.
Und jetzt nerven mich gerade die vielen Menschen in der Küche, die alle so viel Platz brauchen und wir eigentlich ein Curry, zur Feier des Tages machen wollen...
Aber auch das ist Pilgeralltag.
Vielleicht sollte ich einfach ein bisschen tolleranter werden...
Liebste Grüsze an Euch
nach diesem doch sehr persönlichen Blogeintrag...
J&J
Montag, 29. August 2011
Tag 117.
Wir grüszen Euch aus Puente Villarente, ca. 12 Kilometer vor Léon.
Die letzten beiden Tage waren nicht gerade die einfachsten für uns... erstens ist es, seit wir aus der Meseta wieder heraussen sind (falls wir schon aus ihr heraussen sind) wieder beinahe windstill und dadurch wieder sehr heisz, obwohl es eigentlich nur knapp 30 Grad hat...
Gestern haben wir über eine Strecke von 17 Kilometern keine Bar gefunden, in der wir hätten frühstücken können... Das war ziemlich anstrengend, aber auch das haben wir überlebt, wenn auch Jimmys Laune sehr unter dem Zucker- und Kalorienmangel gelitten hat... ;)
Wir sind gestern über eine Variante gegangen, weil wir nicht kilometerlang neben einer Landstrasze entlang gehen wollten. Die Landschaft war sehr schön, so weit das Auge gereicht hat: nichts auszer Felder und ab und zu einmal ein Baum :)
Und zum Glück wenig Pilger, die auf dieser Strecke unterwegs waren.
In Calzadilla de los Hermanillos waren wir in einer einfachen Donativo-Herberge mit wahnsinnig vielen Deutschen.
An dieser Stelle Grüsze an Natalie, die vielleicht irgendwann diesen Blog lesen wird. :)
Heute haben wir eine etwas längere Etappe eingelegt, als eigentlich geplant, weil wir morgen zeitig in Léon sein wollen.
Der Weg ist wieder recht lange an der Landesstrasze entlang gegangen, aber dafür sind wir immer wieder mit Gehupe und Gewinke von LKW-Fahrern und anderen Verkehrsteilnehmern gegrüszt worden.
Das Herzinfarktrisiko ist allerdings bei solchen Aktionen nicht zu unterschätzen... Immerhin bekommen wir nicht mit, wenn sich von hinten ein 40-Tonnen-LKW nähert und einmal direkt neben uns fest auf die Hupe drückt...
Die Herberge heute ist an und für sich sehr schön hergerichtet, leider dürfte anscheinend das Geld fehlen, um diese Albergue auch auf dem Stand zu halten, den sie einmal hatte.. Schade drum :(
Irgendwie werden wir langsam sehr nervös, da wir wahrscheinlich in 15 Tagen Santiago erreichen werden... Zwei Wochen also sind wir noch Pilger, oder pilgernde Touristen, oder was auch immer wir zwei darstellen und dann ist der ganze Zauber, Spuk - wie auch immer man das sehen möchte - wieder vorbei.
Irre. Wir sind doch erste gestern - oder so - gestartet...
Wir melden uns wieder.
Liebe Grüsze an Euch daheim, oder wo auch immer ihr seid.
Wir freuen uns übrigens auch über Kommentare :)
J&J
Wir grüszen Euch aus Puente Villarente, ca. 12 Kilometer vor Léon.
Die letzten beiden Tage waren nicht gerade die einfachsten für uns... erstens ist es, seit wir aus der Meseta wieder heraussen sind (falls wir schon aus ihr heraussen sind) wieder beinahe windstill und dadurch wieder sehr heisz, obwohl es eigentlich nur knapp 30 Grad hat...
Gestern haben wir über eine Strecke von 17 Kilometern keine Bar gefunden, in der wir hätten frühstücken können... Das war ziemlich anstrengend, aber auch das haben wir überlebt, wenn auch Jimmys Laune sehr unter dem Zucker- und Kalorienmangel gelitten hat... ;)
Wir sind gestern über eine Variante gegangen, weil wir nicht kilometerlang neben einer Landstrasze entlang gehen wollten. Die Landschaft war sehr schön, so weit das Auge gereicht hat: nichts auszer Felder und ab und zu einmal ein Baum :)
Und zum Glück wenig Pilger, die auf dieser Strecke unterwegs waren.
In Calzadilla de los Hermanillos waren wir in einer einfachen Donativo-Herberge mit wahnsinnig vielen Deutschen.
An dieser Stelle Grüsze an Natalie, die vielleicht irgendwann diesen Blog lesen wird. :)
Heute haben wir eine etwas längere Etappe eingelegt, als eigentlich geplant, weil wir morgen zeitig in Léon sein wollen.
Der Weg ist wieder recht lange an der Landesstrasze entlang gegangen, aber dafür sind wir immer wieder mit Gehupe und Gewinke von LKW-Fahrern und anderen Verkehrsteilnehmern gegrüszt worden.
Das Herzinfarktrisiko ist allerdings bei solchen Aktionen nicht zu unterschätzen... Immerhin bekommen wir nicht mit, wenn sich von hinten ein 40-Tonnen-LKW nähert und einmal direkt neben uns fest auf die Hupe drückt...
Die Herberge heute ist an und für sich sehr schön hergerichtet, leider dürfte anscheinend das Geld fehlen, um diese Albergue auch auf dem Stand zu halten, den sie einmal hatte.. Schade drum :(
Irgendwie werden wir langsam sehr nervös, da wir wahrscheinlich in 15 Tagen Santiago erreichen werden... Zwei Wochen also sind wir noch Pilger, oder pilgernde Touristen, oder was auch immer wir zwei darstellen und dann ist der ganze Zauber, Spuk - wie auch immer man das sehen möchte - wieder vorbei.
Irre. Wir sind doch erste gestern - oder so - gestartet...
Wir melden uns wieder.
Liebe Grüsze an Euch daheim, oder wo auch immer ihr seid.
Wir freuen uns übrigens auch über Kommentare :)
J&J
Samstag, 27. August 2011
Tag 115.
... und wir sind heute in Moratinos angekommen.
Die letzten Tage waren einfach nur unglaublich schön.
Wir sind durch die Meseta, von uns liebevoll das Marchfeld Spaniens genannt, gegangen. Von vielen gefürchtet, von einigen verflucht haben wir uns wie daheim gefühlt. Links und rechts von uns nur Felder, soweit das Auge reicht, dazu ein lebhafter Wind und über Kilometer keine einzige Ortschaft.
Das hätten wir aber zu Hause auch gehabt... dafür hätten wir nicht extra nach Spanien gehen müssen...
Uns geht es gut, wir genieszen die Landschaft und können nicht glauben, dass wir heute die Hälfte des spanischen Weges hinter uns gebracht haben.
Gestern haben wir bei den "singenden Augustinerinnen" übernachtet.
Vor der Abendmesse hat die ganze Herberge zusammen gesungen. War schön :)
Heute in der Früh durften wir dann knapp 17 Kilometer durch die Meseta wandern. Ohne Wasserstelle, ohne Ortschaft, ohne nix. Wundervoll. :)
Die Panikmache von einigen Leuten können wir nicht nachvollziehen. Wir haben nicht einen Schluck Wasser bis zum ersten Dorf gebraucht...
Und nachdem es uns so gut gegangen ist, sind wir heute noch 3 Kilometer weiter gegangen. Jetzt sind wir hier in einer unglaublich schönen Herberge, die wir uns nur mit einer Russin teilen, weil alle anderen Pilger in Terradillos geblieben sind in einer furchtbaren Herberge.
Also an alle, die den Weg gehen: Wenn ihr die Etappe von Carrion de los Condes plant, geht weiter bis Moratinos, in die italienische Herberge "Hospital San Bruno" (Grüsze an Bruno an dieser Stelle ;)).
Es ist so schön hier. Gerade sind wir mit dem besten Pilgermenü Spaniens verwöhnt worden, haben ständig Wein nachbekommen, doppelte Nachspeise...
Ein absoluter Geheimtipp anscheinend, weil auszer uns ist sonst keiner da! :O
In zwei Tagen werden wir Leon erreichen. Und in 17 Tagen sollen wir wirklich schon in Santiago sein...
Massenhysterie.
Wir sind etwas beduselt von dem Vino Tinto.
Liebe Grüsze an Euch alle daheim,
wir sehen uns bald wieder :)
J&J
... und wir sind heute in Moratinos angekommen.
Die letzten Tage waren einfach nur unglaublich schön.
Wir sind durch die Meseta, von uns liebevoll das Marchfeld Spaniens genannt, gegangen. Von vielen gefürchtet, von einigen verflucht haben wir uns wie daheim gefühlt. Links und rechts von uns nur Felder, soweit das Auge reicht, dazu ein lebhafter Wind und über Kilometer keine einzige Ortschaft.
Das hätten wir aber zu Hause auch gehabt... dafür hätten wir nicht extra nach Spanien gehen müssen...
Uns geht es gut, wir genieszen die Landschaft und können nicht glauben, dass wir heute die Hälfte des spanischen Weges hinter uns gebracht haben.
Gestern haben wir bei den "singenden Augustinerinnen" übernachtet.
Vor der Abendmesse hat die ganze Herberge zusammen gesungen. War schön :)
Heute in der Früh durften wir dann knapp 17 Kilometer durch die Meseta wandern. Ohne Wasserstelle, ohne Ortschaft, ohne nix. Wundervoll. :)
Die Panikmache von einigen Leuten können wir nicht nachvollziehen. Wir haben nicht einen Schluck Wasser bis zum ersten Dorf gebraucht...
Und nachdem es uns so gut gegangen ist, sind wir heute noch 3 Kilometer weiter gegangen. Jetzt sind wir hier in einer unglaublich schönen Herberge, die wir uns nur mit einer Russin teilen, weil alle anderen Pilger in Terradillos geblieben sind in einer furchtbaren Herberge.
Also an alle, die den Weg gehen: Wenn ihr die Etappe von Carrion de los Condes plant, geht weiter bis Moratinos, in die italienische Herberge "Hospital San Bruno" (Grüsze an Bruno an dieser Stelle ;)).
Es ist so schön hier. Gerade sind wir mit dem besten Pilgermenü Spaniens verwöhnt worden, haben ständig Wein nachbekommen, doppelte Nachspeise...
Ein absoluter Geheimtipp anscheinend, weil auszer uns ist sonst keiner da! :O
In zwei Tagen werden wir Leon erreichen. Und in 17 Tagen sollen wir wirklich schon in Santiago sein...
Massenhysterie.
Wir sind etwas beduselt von dem Vino Tinto.
Liebe Grüsze an Euch alle daheim,
wir sehen uns bald wieder :)
J&J
Dienstag, 23. August 2011
Tag 111. Geniale Zahl :)
Unser einer meldet sich aus Burgos.
Wir haben heute das erste Mal seit Genf wieder den Bus genommen. Eigentlich hätten wir ja nur 18 Kilometer gehen wollen, aber das Wetter war gut und wir wollten noch nicht aufhören, also sind wir noch weiter gegangen bis Villafría. Dort beginnt das ca. 5 Kilometer lange Industriegebiet von Burgos. Und nach 28 Kilometern in den Beinen hatten wir darauf keine Lust. Und nachdem in 5 Minuten der Bus gekommen ist, der dort nur im Stundentakt fährt, haben wir das als Zeichen von oben gedeutet, dass dieses "Schummeln" heute in Ordnung ist.
Also: wir haben ganz offiziell 55 Kilometer auf unserem Weg hierher mit Bus, Bahn oder Auto geschummelt, nur damit ihr es alle wisst ;)
Uns geht es ganz gut sonst, die Albergue hier ist sehr neu und modern, leider mit vielen Menschen vollgestopft, die zum Teil hier erst beginnen.
Aber wir haben die untere Etage eines "Doppelstockbettes" für uns und gerade eben um teure 20 Euro ein nicht ganz so tolles Pilgermenü gegessen. Eigentlich das schlechteste bisher. Aber was will man, hier in Burgos, einer Touristenhochburg sondergleichen.
Wir sind seit über einer Woche eigentlich mit denselben Leuten unterwegs: Eva, eine Deutsche aus München, Ben, ein Engländer, Yvette, eine Franzosin und eine Dreiergruppe bestehend aus einer Tschechin, einer Britin und einer Spanierin.
Soviel von uns heute, wir melden uns sicher wieder in den nächsten Tagen bei Euch :)
Grüsze,
J&J
Unser einer meldet sich aus Burgos.
Wir haben heute das erste Mal seit Genf wieder den Bus genommen. Eigentlich hätten wir ja nur 18 Kilometer gehen wollen, aber das Wetter war gut und wir wollten noch nicht aufhören, also sind wir noch weiter gegangen bis Villafría. Dort beginnt das ca. 5 Kilometer lange Industriegebiet von Burgos. Und nach 28 Kilometern in den Beinen hatten wir darauf keine Lust. Und nachdem in 5 Minuten der Bus gekommen ist, der dort nur im Stundentakt fährt, haben wir das als Zeichen von oben gedeutet, dass dieses "Schummeln" heute in Ordnung ist.
Also: wir haben ganz offiziell 55 Kilometer auf unserem Weg hierher mit Bus, Bahn oder Auto geschummelt, nur damit ihr es alle wisst ;)
Uns geht es ganz gut sonst, die Albergue hier ist sehr neu und modern, leider mit vielen Menschen vollgestopft, die zum Teil hier erst beginnen.
Aber wir haben die untere Etage eines "Doppelstockbettes" für uns und gerade eben um teure 20 Euro ein nicht ganz so tolles Pilgermenü gegessen. Eigentlich das schlechteste bisher. Aber was will man, hier in Burgos, einer Touristenhochburg sondergleichen.
Wir sind seit über einer Woche eigentlich mit denselben Leuten unterwegs: Eva, eine Deutsche aus München, Ben, ein Engländer, Yvette, eine Franzosin und eine Dreiergruppe bestehend aus einer Tschechin, einer Britin und einer Spanierin.
Soviel von uns heute, wir melden uns sicher wieder in den nächsten Tagen bei Euch :)
Grüsze,
J&J
Montag, 22. August 2011
Tag 110.
¡Hola, liebe Leser! :)
Heute sind wir in Villafranca, 35 Kilometer vor Burgos, gelandet.
Gestern war es sehr heisz. Wir haben in Grañon geschlafen, in einem alten Kloster, das direkt an eine Kirche angebaut war. War sehr nett. Und wir haben da den Michael aus Zwentendorf getroffen, der schon fast so lange unterwegs ist, wie wir :) Er geht nämlich auch von daheim nach Santiago. Wir werden ihn aber wahrscheinlich nicht mehr treffen, weil er etwas langsamer geht, als wir.
Heute war das Wetter traumhaft zum Gehen. Bewölkt, Wind und eine schöne Landschaft hatten wir auch noch :)
Uns geht es soweit gut, nur die Leute sind zum Teil einfach sehr anstrengend, aber so ist das nun einmal am Weg und damit müssen wir klar kommen.
Die Herbergen sind bis jetzt hier in Spanien im Prinzip sehr schön.
Jimmys Haut geht es nach der Floh-Attacke schon wieder sehr gut. Wir haben in der Apotheke ja hochaggressives Ammoniak bekommen...
Mit Bettwanzen o.ä. hatten wir - zum Glück - noch keine Probleme. Und hoffentlich bleibt das auch so.
Soviel von uns, wir melden uns wieder bei Euch :)
...und nur noch 25 Tage... nach Santiago, wenn es wahr ist... :O
LieGrÚ
J&J
¡Hola, liebe Leser! :)
Heute sind wir in Villafranca, 35 Kilometer vor Burgos, gelandet.
Gestern war es sehr heisz. Wir haben in Grañon geschlafen, in einem alten Kloster, das direkt an eine Kirche angebaut war. War sehr nett. Und wir haben da den Michael aus Zwentendorf getroffen, der schon fast so lange unterwegs ist, wie wir :) Er geht nämlich auch von daheim nach Santiago. Wir werden ihn aber wahrscheinlich nicht mehr treffen, weil er etwas langsamer geht, als wir.
Heute war das Wetter traumhaft zum Gehen. Bewölkt, Wind und eine schöne Landschaft hatten wir auch noch :)
Uns geht es soweit gut, nur die Leute sind zum Teil einfach sehr anstrengend, aber so ist das nun einmal am Weg und damit müssen wir klar kommen.
Die Herbergen sind bis jetzt hier in Spanien im Prinzip sehr schön.
Jimmys Haut geht es nach der Floh-Attacke schon wieder sehr gut. Wir haben in der Apotheke ja hochaggressives Ammoniak bekommen...
Mit Bettwanzen o.ä. hatten wir - zum Glück - noch keine Probleme. Und hoffentlich bleibt das auch so.
Soviel von uns, wir melden uns wieder bei Euch :)
...und nur noch 25 Tage... nach Santiago, wenn es wahr ist... :O
LieGrÚ
J&J
Samstag, 20. August 2011
Tag 108.
Ein ¡Hola! aus Azofra und von uns beiden genervten Pilgerleins.
Ja, genervt. Die Menschenmassen, die hier unterwegs sind, sind fürchterlich. Wie es Pilger geben kann, die es hier auf dem "Hauptweg" wirklich SCHÖN finden, ist uns ein Rätsel und wird es, glaube ich, auch bleiben.
Zum Teil wird hier keine Rücksicht auf die anderen genommen, egal, ob es 4 Uhr in der Früh ist und der ganze Schlafsaal noch schlafen möchte. Aber so ist es hier nun einmal.
Vorgestern haben wir eine Etappe mit 39 Kilometern eingelegt. Einmal... und nie wieder. Das Wetter hat einfach dazu eingeladen. Es war bewölkt und wir sind gut vorangekommen. Als wir dann um 17 Uhr in unserer Herberge in Viana angekommen sind, waren wir ziemlich fertig.
Dort haben wir uns auch Flöhe eingefangen. Oder besser gesagt: Die haben sich dort einen Spasz daraus gemacht und zu fressen. Jimmys rechter Unterarm und sein linkes Bein sehen wirklich schlimm aus.
Die Tierchen sind aber zum Glück in der Herberge geblieben (es sind keine neuen Bisse dazugekommen) und wir haben den Hospitalero der gestrigen albergue darum gebeten, in Viana anzurufen und die Hospitaleros dort zu verständigen.
Wir sind seit gestern in der Rioja-Gegend. Heiszt: Wir spazieren bei über 30 Grad durch Weinberge. Und kühler wird es nicht werden haben uns die Einheimischen gesagt. Im Rioja ist es nämlich immer sauheisz. Toll.
Deswegen auch nur kurze 20 km-Etappen.
Soviel von uns heute. Wir werden dann ein bisschen schlafen gehen.
Liebste Grüsze an Euch alle :)
J&J
Ein ¡Hola! aus Azofra und von uns beiden genervten Pilgerleins.
Ja, genervt. Die Menschenmassen, die hier unterwegs sind, sind fürchterlich. Wie es Pilger geben kann, die es hier auf dem "Hauptweg" wirklich SCHÖN finden, ist uns ein Rätsel und wird es, glaube ich, auch bleiben.
Zum Teil wird hier keine Rücksicht auf die anderen genommen, egal, ob es 4 Uhr in der Früh ist und der ganze Schlafsaal noch schlafen möchte. Aber so ist es hier nun einmal.
Vorgestern haben wir eine Etappe mit 39 Kilometern eingelegt. Einmal... und nie wieder. Das Wetter hat einfach dazu eingeladen. Es war bewölkt und wir sind gut vorangekommen. Als wir dann um 17 Uhr in unserer Herberge in Viana angekommen sind, waren wir ziemlich fertig.
Dort haben wir uns auch Flöhe eingefangen. Oder besser gesagt: Die haben sich dort einen Spasz daraus gemacht und zu fressen. Jimmys rechter Unterarm und sein linkes Bein sehen wirklich schlimm aus.
Die Tierchen sind aber zum Glück in der Herberge geblieben (es sind keine neuen Bisse dazugekommen) und wir haben den Hospitalero der gestrigen albergue darum gebeten, in Viana anzurufen und die Hospitaleros dort zu verständigen.
Wir sind seit gestern in der Rioja-Gegend. Heiszt: Wir spazieren bei über 30 Grad durch Weinberge. Und kühler wird es nicht werden haben uns die Einheimischen gesagt. Im Rioja ist es nämlich immer sauheisz. Toll.
Deswegen auch nur kurze 20 km-Etappen.
Soviel von uns heute. Wir werden dann ein bisschen schlafen gehen.
Liebste Grüsze an Euch alle :)
J&J
Dienstag, 16. August 2011
Tag 104.
Wir grüszen Euch aus dem wunderschönen Mañeru, kurz nach Puente la Reina.
Nach einem etwas längerem Abend gestern mit Spaniern, einem Polen, einem Franzosen, Italienern, und einer Deutschen (hallo Eva :)), ist uns das Gehen heute nicht ganz so leicht wie sonst gefallen, aber zum Glück waren es ja nur 24 Kilometer mit einem Anstieg von 200 Höhenmetern am Schluss in der prallen Mittagssonne... Ja, so dämlich sind wir Pilger hier in Spanien...
Konklusio des gestrigen Abends: Franzosen vertragen keinen Alkohol :) Unser Joël ist nämlich halbnackt über den Boden gerobbt, weil er in seinem Rausch nicht mehr aufstehen konnte :D
Grandioser Abend.
Die nächsten Tage wird es wieder sehr heisz werden. Morgen werden wir bis Ayuguie gehen. Da bekommt man eine Urkunde, dass man die ersten 100 Kilometer des Jakobsweges in Spanien zu Fusz gegangen ist. Und wir sind so Urkunden geil und brauchen das unbedingt als Bestätigung. :P :D
Uns geht es sonst ganz gut. Unsere Albergue hier (sie heiszt "Lurgorri Aterpea", also irgendwas baskisches) ist wunderschön. Klein, also nur für 12 Pilger, sauber, moderne Küche und schönes Bad... Das findet man hier nicht überall!
Und wir zwei hübschen werden jetzt schlafen gehen. Morgen müssen wir ja wieder pilgern. Falls wir pilgern. Bei einigen sind wir uns sicher, dass sie keine Pilger sind. Bei uns bin ich mir nicht sicher. Aber die Spanier haben sich gestern vor uns verneigt, also wird das schon irgendwie passen :D
Buenas noches!
J&J
Wir grüszen Euch aus dem wunderschönen Mañeru, kurz nach Puente la Reina.
Nach einem etwas längerem Abend gestern mit Spaniern, einem Polen, einem Franzosen, Italienern, und einer Deutschen (hallo Eva :)), ist uns das Gehen heute nicht ganz so leicht wie sonst gefallen, aber zum Glück waren es ja nur 24 Kilometer mit einem Anstieg von 200 Höhenmetern am Schluss in der prallen Mittagssonne... Ja, so dämlich sind wir Pilger hier in Spanien...
Konklusio des gestrigen Abends: Franzosen vertragen keinen Alkohol :) Unser Joël ist nämlich halbnackt über den Boden gerobbt, weil er in seinem Rausch nicht mehr aufstehen konnte :D
Grandioser Abend.
Die nächsten Tage wird es wieder sehr heisz werden. Morgen werden wir bis Ayuguie gehen. Da bekommt man eine Urkunde, dass man die ersten 100 Kilometer des Jakobsweges in Spanien zu Fusz gegangen ist. Und wir sind so Urkunden geil und brauchen das unbedingt als Bestätigung. :P :D
Uns geht es sonst ganz gut. Unsere Albergue hier (sie heiszt "Lurgorri Aterpea", also irgendwas baskisches) ist wunderschön. Klein, also nur für 12 Pilger, sauber, moderne Küche und schönes Bad... Das findet man hier nicht überall!
Und wir zwei hübschen werden jetzt schlafen gehen. Morgen müssen wir ja wieder pilgern. Falls wir pilgern. Bei einigen sind wir uns sicher, dass sie keine Pilger sind. Bei uns bin ich mir nicht sicher. Aber die Spanier haben sich gestern vor uns verneigt, also wird das schon irgendwie passen :D
Buenas noches!
J&J
Samstag, 13. August 2011
Tag 101. 101!!!
Eviva España! :D Olééé!
Liebe Leute, heute haben wir die spanische Grenze ueberschritten. Noch 750 Kilometer nach Santiago! Unglaublich, oder?? :)
Wir sind also gestern in St Jean Pied de Port gelandet, der "Hochstadt" der "Pilger". Furchtbar war es da. Wirklich. So viele Leute. So viele "wichtige" "Pilger".
Naja, jetzt sind wir hier in Roncesveaux. In einer Pilgerherberge fuer 400 Leute. Stellt euch das einmal vor... Wir schlafen in kleinen Kojen zu je 4 Betten, die voneinander durch Trennwaende abgetrennt sind. Spannend. Und kuschelig.
Der Weg hierher war ein bisserl anstrengend. 1300 Höhenmeter sind wir hinaufgestapft. Zuerst im Nebel, dann bei Sonnenschein. Der Wettergott hat es gut mit uns gemeint :)
Wenn alles gut verläuft, werden wir in 33 Tagen Santiago erreichen. Aber wir werden wahrscheinlich noch einen Ruhetag irgendwo einlegen. Nach mittlerweile über 2500 Kilometern haben wir uns den nämlich verdient, finden wir ;)
Ansonsten geht es uns gut, einige von euch verfolgen vielleicht unseren Weg über unseren Postkartenregen...
Gibt es noch etwas zu sagen?
Jimmy meint nein.
Auf der Tastatur hier sind y und z vertauscht... Herrje.
Also... Au revoir, France und ¡Hola!¡Buenos dias! España!! :))
Liebste Grüsze,
Eure zwei Pilgerleins
J&J
Eviva España! :D Olééé!
Liebe Leute, heute haben wir die spanische Grenze ueberschritten. Noch 750 Kilometer nach Santiago! Unglaublich, oder?? :)
Wir sind also gestern in St Jean Pied de Port gelandet, der "Hochstadt" der "Pilger". Furchtbar war es da. Wirklich. So viele Leute. So viele "wichtige" "Pilger".
Naja, jetzt sind wir hier in Roncesveaux. In einer Pilgerherberge fuer 400 Leute. Stellt euch das einmal vor... Wir schlafen in kleinen Kojen zu je 4 Betten, die voneinander durch Trennwaende abgetrennt sind. Spannend. Und kuschelig.
Der Weg hierher war ein bisserl anstrengend. 1300 Höhenmeter sind wir hinaufgestapft. Zuerst im Nebel, dann bei Sonnenschein. Der Wettergott hat es gut mit uns gemeint :)
Wenn alles gut verläuft, werden wir in 33 Tagen Santiago erreichen. Aber wir werden wahrscheinlich noch einen Ruhetag irgendwo einlegen. Nach mittlerweile über 2500 Kilometern haben wir uns den nämlich verdient, finden wir ;)
Ansonsten geht es uns gut, einige von euch verfolgen vielleicht unseren Weg über unseren Postkartenregen...
Gibt es noch etwas zu sagen?
Jimmy meint nein.
Auf der Tastatur hier sind y und z vertauscht... Herrje.
Also... Au revoir, France und ¡Hola!¡Buenos dias! España!! :))
Liebste Grüsze,
Eure zwei Pilgerleins
J&J
Samstag, 30. Juli 2011
... Tag 87.
Heute genau vor 3 Monaten sind wir also von Gaenserndorf aus aufgebrochen. Heute befinden wir uns nur noch 13 Tage vor der Spanischen Grenze und 1138 Kilometer von Santiago.
Irgendwie beaengstigend. Jetzt sind wir schon so lange unterwegs und unsere Reise wird auch schon bald wieder zu Ende sein...
Gestern haben wir in Durand in einer unglaublich sueszen Gîte geschlafen. Die Gastgeber sind selbst den Weg nach Santiago gegangen und haben danach ihre Pilgerherberge eroeffnet.
Wir haben gemeinsam mit 2 anderen Pilgern und den Teilnehmern eines Shiatsumassageseminars gegessen. Danach hat der Herbergsvater auf seiner Ziehharmonika aufgespielt und wir haben alte franzoesische Volkstaenze getanzt. Das war ein ganz besonderer Abend.
Uns geht es gut; wir sind hier in Lauzerte und beginnen die Touristen und Pilger, die sich ihre Unterkuenfte im Voraus reservieren, wirklich zu hassen.
Wir gehen immer auf gut Glueck, wie auch in Spanien ueblich, in die Gîtes und haben bisher immer einen Platz bekommen.
Heute sind wir einen Kilometer hinauf in die Altstadt gegangen, wo die kleine Gîte ausgebucht war und wir wieder alles hinunterlaufen durften... Da bekommt man wirklich einen Grant...
Dafuer sind wir jetzt bei ganz lieben Leuten. Wir genieszen noch immer unseren "Baby-Bonus" :)
Und jetzt werden wir Essen.
Liebste Gruesze an Euch alle da drauszen!
J&J
Heute genau vor 3 Monaten sind wir also von Gaenserndorf aus aufgebrochen. Heute befinden wir uns nur noch 13 Tage vor der Spanischen Grenze und 1138 Kilometer von Santiago.
Irgendwie beaengstigend. Jetzt sind wir schon so lange unterwegs und unsere Reise wird auch schon bald wieder zu Ende sein...
Gestern haben wir in Durand in einer unglaublich sueszen Gîte geschlafen. Die Gastgeber sind selbst den Weg nach Santiago gegangen und haben danach ihre Pilgerherberge eroeffnet.
Wir haben gemeinsam mit 2 anderen Pilgern und den Teilnehmern eines Shiatsumassageseminars gegessen. Danach hat der Herbergsvater auf seiner Ziehharmonika aufgespielt und wir haben alte franzoesische Volkstaenze getanzt. Das war ein ganz besonderer Abend.
Uns geht es gut; wir sind hier in Lauzerte und beginnen die Touristen und Pilger, die sich ihre Unterkuenfte im Voraus reservieren, wirklich zu hassen.
Wir gehen immer auf gut Glueck, wie auch in Spanien ueblich, in die Gîtes und haben bisher immer einen Platz bekommen.
Heute sind wir einen Kilometer hinauf in die Altstadt gegangen, wo die kleine Gîte ausgebucht war und wir wieder alles hinunterlaufen durften... Da bekommt man wirklich einen Grant...
Dafuer sind wir jetzt bei ganz lieben Leuten. Wir genieszen noch immer unseren "Baby-Bonus" :)
Und jetzt werden wir Essen.
Liebste Gruesze an Euch alle da drauszen!
J&J
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